8. & 14. & 15. Dezember 2007: "In geheimer Mission"

Alle waren sie in "Geheimer Mission" unterwegs: der Botschafter Harry Douglas (Jürgen Freichel), die Ehefrau Elaine Douglas (Esther Kallenborn), die Tochter Debbie Douglas (Oranna Reinhart), und der Freund der Tochter Joe (Christian Weyand), sowie die Nachbarin Marion Murdoch (Tanja Jochem). Perkins, den Butler (Thorsten Sprengart), hatten sie zur "strengsten Diskretion" verpflichtet, auch gegenüber der Sekretärin Faye Baker (Sylvia Freichel) und dem Sicherheitsbeauftragten Captain South (Jochim Becker).


Die "Geheime Mission" ist für die Hausherrin eine Schönheitsfarm zum Abspecken, für den Botschafter der Golfplatz, für die Tochter der Besuch bei einer Freundin. Und tatsächlich: - die Botschaftsresidenz ist - so glauben alle - eine "sturmfreie Residenz. Weil dies aber nicht der Fall ist, wird die Nachbarin und Geliebte des Botschafters ein Dienstmädchen, der Freund Joe eine Freundin und der Butler und die Sekretärin ziehen sich "diskret zurück". Schließlich hat die Hausherrin eine sturmfreie Residenz und empfängt im "sturmfreien Schlafzimmer" den Sicherheitsbeauftragten.


Eine Komödie mit viel Esprit hat die Gruppe um Spielleiter Rainer Metzger und seinem Assistenten Paul Klein sich ausgesucht und sehr gelungen auf die Bühne der Festhalle gebracht. Alle Akteure haben den Typ, den der Verfasser der Komödie sich vorgestellt hat, punktgenau dargestellt. Die Pointen waren sehr gut herausgearbeitet und mancher Gag wurde von dem Ensemble selbst in die Handlung eingebaut. Durch die sich immer wechselnde Situation, war es jeder und jedem Mitwirkenden möglich, das Komödiantische, das in seiner Rolle steckt, gut herauszuarbeiten und darzustellen. Dadurch wurden die Zuschauer zum Schmunzeln und lautem Lachen gebracht und bedankten sich oft mit Szenenapplaus.


Den Schreiber dieser Zeilen sehr beeindruckt hat die Szene, als Botschafter und Tochter sich einige Minuten lang durch Auftritte immer abwechselten, Gegenstände auf die Bühne brachten und wieder zurücktrugen und ihr "eigenes Staunen" und das "Sich-Wundern" durch Gestik und Mimik dem Zuschauer plausibel machten. Der Höhepunkt schließlich, als punktgenau mit einer Geste die Hintergrundmusik endete. Ich nenne dies eine "Meisterleistung" auch für die Verantwortlichen der Technik hinter der Bühne. Gab es eine(n) herausragende(n) Darstellerin, Darsteller? Nein! Es gab nur gute, sehr gute Darstellerinnen und Darsteller. Dies ist aber nichts Neues, dies ist immer so bei der Bühnenvereinigung Saarwellingen.